Atemtherapie - Lungen aus Bäumen dargestellt
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Atemtherapie

Was ist Atemtherapie?

Die sogenannte klinische Atemtherapie gehört zum Repertoire der Physiotherapie. Atemtherapie beinhaltet Techniken zur bewussten und unbewussten Beeinflussung des Atemrhythmus, der Atembewegung, der Atemtiefe, des Schleimlösens und Abhustens. Durch spezielle Techniken wird in der Atemtherapie der Sekrettransport gefördert und atmungsrelevante Strukturen werden mobilisiert. Die bewusste Wahrnehmung der eigenen Atmung wird gefördert und angeleitet. Die damit verbundene Verbesserung von Atemkapazität und Atemfunktion steigert die allgemeine Belastbarkeit des Menschen.

Wann wird die Atemtherapie eingesetzt?

Atemtherapie wird Patienten in bestimmten Situationen oder mit bestimmten Erkrankungen verordnet, wie beispielsweise:

  • vor und/oder nach Operationen zur Verbesserung der Lungenfunktion
  • bei verengten Atemwegen und dementsprechend erschwerter Atmung (obstruktive Ventilationsstörung), z.B.:
    • Asthma
    • COPD
  • bei einer verringerten Dehnbarkeit der Lunge (restriktive Ventilationsstörung), z.B.:
    • Lungenverhärtung (Lungenfibrose)
    • Flüssigkeitsansammlung (Pleuraerguss)
    • ein hoch stehendes Zwerchfell (Zwerchfellparese)
    • bei Narbenbildung nach Lungenoperationen
  • Mukoviszidose
  • Wirbelsäulenerkrankungen, wie beispielsweise:
    • Skoliosen
    • Morbus Bechterew
    • hartnäckige Verspannungen der Schulter-Nackenmuskulatur
    • chronische Rückenschmerzen

Wie lange dauert eine Atemtherapie?

Eine Atemtherapie dauert im Normalfall 30 Minuten.

 

 

Mehr über die psychotherapeutische Atemtherapie

Unser Atem ist wie kaum ein anderes Funktionssystem unseres Körpers unmittelbar betroffen von seelischen Spannungen und umgekehrt können über spannungslösende Atemtechniken emotionale Blockaden gelöst werden. Diese Form der Atemtherapie gehört in die Hände erfahrener, ausgebildeter Körpertherapeuten. Lesen Sie hierzu unseren Text zur „Funktionellen Entspannung“.