Rückenschmerzen – das AGR-Gütesiegel gibt Orientierung

agr_siegelBei fast 80 Prozent der Bevölkerung treten im Laufe des Lebens Rückenschmerzen auf. Dafür gibt es viele Gründe – körperliche, psychische und soziale. Neben der fehlenden Bewegung ist es oftmals eine einseitige Belastung oder eine schlechte Haltung, die zu Rückenschmerzen führen kann. Begünstigt wird eine schlechte Haltung oft durch ein nicht ergonomisches Umfeld, z.B. der Schreibtischstuhl im Büro mit einer unpassenden Einstellung des Tisches inkl. PC-Bildschirm. Der Bundesverband der deutschen Rückenschulen e. V. und das Forum Gesunder Rücken – besser leben e. V. haben zu diesem Thema das AGR-Gütesiegel entwickelt.

Das Gütesiegel bewertet Produkte, die helfen können, Rückenschmerzen zu vermeiden oder zumindest deutlich zu vermindern. Es wurde von ÖKO-Test bereits mit „sehr gut“ bewertet. Sollten Sie also
Ihren Arbeitsplatz im Büro oder auch zu Hause ändern wollen, so hilft Ihnen das AGR-Siegel rückengerechte Möbel zu finden.

Rückenschmerzen – kleine Hilfen für den Alltag

Doch mit einem rückengerechten Stuhl allein ist es nicht getan. Wichtig ist die Abwechslung im Alltag!

Eine Faustregel lautet: 50 Prozent sitzen, 25 Prozent stehen und 25 Prozent bewegen. Stehpulte sind eine gute Alternative zur überwiegend sitzenden Tätigkeit und nehmen auch nicht viel Platz weg – probieren Sie es mal aus! Oftmals kann auch bereits eine kleine Veränderung an der Bildschirmhöhe dazu führen, dass Sie keine Nackenschmerzen mehr haben. Seien Sie kreativ, und wenn Sie professionelle Hilfe brauchen, wie Sie etwas ändern könnten, so sprechen Sie uns an. Wir finden eine für Sie passende Lösung!

Ein paar Tipps zum dynamischen Sitzen sollen Ihnen Anregung geben zum Ausprobieren:

  1. Nutzen Sie die gesamte Sitzfläche Ihres Stuhles aus. Sitzen Sie mal auf dem vorderen Drittel des Stuhles, aber auch mal auf der gesamten Sitzfläche.
  2. Stellen Sie die Sitzhöhe dabei immer so ein, dass die Knie- und Hüftgelenke mindestens einen Winkel von 90 Grad bilden oder besser etwas mehr.
  3. Wenn Sie eine höhenverstellbare Rückenlehne habe, so stellen Sie diese passend für sich ein. Alternativ können Sie auch ein kleines Kissen nehmen, welches Sie als Stütze für die Lendenwirbelsäule nutzen können.
  4. Armlehnen am Stuhl sollten so eingestellt sein, dass Sie die Unterarme entspannt ablegen können und es nicht zu weiteren Verspannung im Schulter-Nacken-Bereich kommt. Bei korrekter Einstellung bilden Ober- und Unterarm ebenfalls einen 90-Grad-Winkel.
  5. Seien Sie kreativ, man kann auch mal auf einem Ball sitzen, die Beine mit auf den Stuhl nehmen oder den Stuhl verkehrt herum besetzen, sodass die Lehne vor dem Rumpf ist. Hauptsache Sie variieren Ihr Sitzen spätestens alle 30 Minuten.